Vor 50 Jahren
1972-04-06
SAMMELAKTION DES KATASTROPHENFONDS
Windhoek – Der vom Administrator ernannte Marientaler Katastrophen-Fonds hat nach seiner ersten Sitzung an Ort und Stelle einen Aufruf um Spenden an die Öffentlichkeit erlassen. Der Vorsitzende des Ausschusses ist der Windhoeker Hauptmagistrat H. S. van der Walt.
Dieser Ausschuss hat die Aufgabe, den von den Überschwemmungen geschädigten Menschen materiellen Beistand zu leisten und in Süd- und Südwestafrika zur Linderung der durch die Überschwemmungen entstandenen Not zu sammeln.
Inzwischen hat der Ausschuss den Hardap-Katastrophenfonds ins Leben gerufen and beim Ministerium für Sozialfürsorge sich als Wohltätigkeitsorganisation eingetragen. Ein Sprecher des Ausschusses hat darauf hingewiesen, dass dieser Fonds der einzige ist, der Mittel für die Katastrophenopfer sammeln kann. Alle Stadtverwaltungen und andere Instanzen werden aufgefordert, bei dieser Spendenaktion behilflich zu sein.
NORDVIETNAMESISCHE GROSSOFFENSIVE
Washington/Saigon – Erneute Vorstöße nordvietnamesischer Truppen über die entmilitarisierte Zone in den Süden würden Präsident Nixon vermutlich dazu veranlassen, einen „Gegenangriff" der in Südvietnam stationierten amerikanischen Luftwaffe gegen Hanoi und das nördliche Vietnam anzuordnen. Das verlautete heute Morgen aus unterrichteten Regierungskreisen in Washington. Man verweist in diesem Zusammenhang auf die gestern erfolgten Beratungen des amerikanischen Präsidenten mit einer Delegation Sonderabgeordneter seines Nationalen Sicherheitsrates.
Die Einberufung der Konferenz erfolgte aus Anlass der am Osterwochenende von Hanoi eingeleiteten Invasion, bei der insgesamt drei kommunistische Divisionen (rund 40 000 Mann) den 17. Breitengrad überschritten und in das nördliche Viertel Südvietnams eindrangen. Bis zum Freitagmorgen hatten sich die Invasoren unter Aufreibung einer südvietnamesischen Frontlinie bis vor die Stadt Quang Tri vorarbeiten können. Die amerikanische Luftwaffe konnte bisher auf Grund schlechter Wetterverhältnisse nur zum beschränkten Angriff übergehen, Eine am Sonntag eingeleitete „Gegenoffensive“ der US-Luftwaffe zeitigte nur Teilerfolge, obwohl militärische Beobachter sie als die größte seit 1968 bezeichneten.
ZWEI EISENBAHNUNFÄLLE UNTERSUCHT
Johannesburg – Der Eisenbahnverkehr auf der Strecke zwischen Potgietersrus and Pietersburg in Ost-Transvaal ist seit Montag – drei Tage und vier Stunden nach der Eisenbahnkatastrophe am Karfreitag – wieder normal. 38 Menschen haben dabei ihr Leben verloren, Der Eisenbahnbetriebsleiter für Osttransvaal, H.A. Loots, erklärte am Montag nach seiner Rückkehr vom Ort der Katastrophe, eine Ersatzbrücke sei fertiggebaut und auch geprüft worden. Es gebe keine weiteren Verzögerungen im Eisenbahnverkehr mehr.
DIE MAUER ÖFFNETE SICH FÜR WESTBERLINER
Berlin – Die DDR hat am 29. März zum ersten Mal seit sechs Jahren für sieben Tage die Sperrmauer geöffnet, damit Westberliner ihre Freunde und Verwandte im Ostteil der Stadt und in der DDR besuchen können. Gleichzeitig erleichterte die DDR aus „einer Geste des guten Willens“ bis zum 5. April die Kontrollen auf den Zugangswegen von Westdeutschland nach Westberlin. Beide Schritte sind Vorgriffe auf die im Rahmen des Berlin-Abkommens ausgehandelten innerdeutschen Regelungen für Westberliner Besuche in der DDR und in Ostberlin sowie für Transit-Reisen nach Westberlin.
Windhoek – Der vom Administrator ernannte Marientaler Katastrophen-Fonds hat nach seiner ersten Sitzung an Ort und Stelle einen Aufruf um Spenden an die Öffentlichkeit erlassen. Der Vorsitzende des Ausschusses ist der Windhoeker Hauptmagistrat H. S. van der Walt.
Dieser Ausschuss hat die Aufgabe, den von den Überschwemmungen geschädigten Menschen materiellen Beistand zu leisten und in Süd- und Südwestafrika zur Linderung der durch die Überschwemmungen entstandenen Not zu sammeln.
Inzwischen hat der Ausschuss den Hardap-Katastrophenfonds ins Leben gerufen and beim Ministerium für Sozialfürsorge sich als Wohltätigkeitsorganisation eingetragen. Ein Sprecher des Ausschusses hat darauf hingewiesen, dass dieser Fonds der einzige ist, der Mittel für die Katastrophenopfer sammeln kann. Alle Stadtverwaltungen und andere Instanzen werden aufgefordert, bei dieser Spendenaktion behilflich zu sein.
NORDVIETNAMESISCHE GROSSOFFENSIVE
Washington/Saigon – Erneute Vorstöße nordvietnamesischer Truppen über die entmilitarisierte Zone in den Süden würden Präsident Nixon vermutlich dazu veranlassen, einen „Gegenangriff" der in Südvietnam stationierten amerikanischen Luftwaffe gegen Hanoi und das nördliche Vietnam anzuordnen. Das verlautete heute Morgen aus unterrichteten Regierungskreisen in Washington. Man verweist in diesem Zusammenhang auf die gestern erfolgten Beratungen des amerikanischen Präsidenten mit einer Delegation Sonderabgeordneter seines Nationalen Sicherheitsrates.
Die Einberufung der Konferenz erfolgte aus Anlass der am Osterwochenende von Hanoi eingeleiteten Invasion, bei der insgesamt drei kommunistische Divisionen (rund 40 000 Mann) den 17. Breitengrad überschritten und in das nördliche Viertel Südvietnams eindrangen. Bis zum Freitagmorgen hatten sich die Invasoren unter Aufreibung einer südvietnamesischen Frontlinie bis vor die Stadt Quang Tri vorarbeiten können. Die amerikanische Luftwaffe konnte bisher auf Grund schlechter Wetterverhältnisse nur zum beschränkten Angriff übergehen, Eine am Sonntag eingeleitete „Gegenoffensive“ der US-Luftwaffe zeitigte nur Teilerfolge, obwohl militärische Beobachter sie als die größte seit 1968 bezeichneten.
ZWEI EISENBAHNUNFÄLLE UNTERSUCHT
Johannesburg – Der Eisenbahnverkehr auf der Strecke zwischen Potgietersrus and Pietersburg in Ost-Transvaal ist seit Montag – drei Tage und vier Stunden nach der Eisenbahnkatastrophe am Karfreitag – wieder normal. 38 Menschen haben dabei ihr Leben verloren, Der Eisenbahnbetriebsleiter für Osttransvaal, H.A. Loots, erklärte am Montag nach seiner Rückkehr vom Ort der Katastrophe, eine Ersatzbrücke sei fertiggebaut und auch geprüft worden. Es gebe keine weiteren Verzögerungen im Eisenbahnverkehr mehr.
DIE MAUER ÖFFNETE SICH FÜR WESTBERLINER
Berlin – Die DDR hat am 29. März zum ersten Mal seit sechs Jahren für sieben Tage die Sperrmauer geöffnet, damit Westberliner ihre Freunde und Verwandte im Ostteil der Stadt und in der DDR besuchen können. Gleichzeitig erleichterte die DDR aus „einer Geste des guten Willens“ bis zum 5. April die Kontrollen auf den Zugangswegen von Westdeutschland nach Westberlin. Beide Schritte sind Vorgriffe auf die im Rahmen des Berlin-Abkommens ausgehandelten innerdeutschen Regelungen für Westberliner Besuche in der DDR und in Ostberlin sowie für Transit-Reisen nach Westberlin.
Kommentar
Allgemeine Zeitung
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