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26 Kinder verhungert

Omaheke-Region: Lebensmittelhilfen reichen nicht
In der Region Omaheke sind seit Beginn dieses Jahres 26 Kinder an Unterernährung gestorben. Laut dem Gouverneur ist das ein landesweites Problem – und kann nur durch nahrhaftere Lebensmittelhilfen gelöst werden.
Jemima Beukes
Von Jemima Beukes, Windhoek

Seit Anfang des Jahres sind in der Region Omaheke 26 Kinder an Unterernährung gestorben. Insgesamt wurden bisher 300 Kinder in der Region als unterernährt gemeldet, 263 wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Angaben von Gouverneur Pijoo Nganate mussten neun dieser Kinder später erneut ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres starben in der Region 45 Kinder unter fünf Jahren an den Folgen von Unterernährung. Und das, obwohl es in Omaheke mehr als 30 Suppenküchen gibt, die die Kinder der Region mit Essen versorgen.

„Wir müssen die Armut ausrotten. Die Menschen sind arm; sie haben nichts zu essen. Die Rücküberweisung [ins Krankenhaus] bedeutet, dass das Kind zwar das nötige Gewicht zugelegt hat, um entlassen zu werden, aber wenn es zurückkommt, gibt es wieder die gleichen Probleme", sagte Nganate.

Landesweites Problem

„Die Region ist groß, die Menschen sind weit von Gesundheitseinrichtungen entfernt. Unsere Ärzte bemerken sie und überweisen die Kinder in ein Krankenhaus, und erst so werden sie erfasst", sagte Nganate. „Ich glaube, das ist ein landesweites Problem und nicht nur auf die Region beschränkt. Ich hatte Gespräche mit dem Präsidenten und der Premierministerin. Das Büro der Premierministerin leistet derzeit Hilfe, und wir haben mehr als 30 Suppenküchen eingerichtet. Wir sind uns jedoch einig, dass die Lebensmittel, die wir haben, nicht nahrhaft genug sind", fügte er hinzu.

Ihm zufolge untersuchen sie die Lebensmittelsysteme in der Region, einschließlich einer Molkerei und einer Schweinefarm, um Lösungen für nahrhaftere Lebensmittel zu finden. Außerdem habe man sich in Südafrika nach bewährten Verfahren zur Lösung des Problems erkundigt, sagte er. „Wir waren in Südafrika, um zu sehen, wie sie mit Mikronährstoffen umgehen, und es sieht für uns wie eine Lösung aus. Sie haben ein Pulver, das sie den Kindern ins Essen mischen, um ihnen mehr Nährstoffe zu geben", erklärte Nganate.

Sinkende Ernährungssicherheit

Die Bekanntgabe des Todes der Kinder erfolgt kurz nachdem Präsident Nangolo Mbumba im vergangenen Monat angesichts der immer schlechter werdenden Ernährungslage den Notstand über die Dürre verhängt hatte.

Von Mai 2023 bis Februar 2024 wurden insgesamt 236 300 Tonnen Grobgetreide (Weizen, Mais und Perlhirse) nach Namibia eingeführt. Die Einfuhr deckte den Mangel an Weizen und Mais und führte zu einem Überschuss von 66 800 bzw. 48 400 Tonnen. Allerdings hat das Land immer noch ein Defizit von 58 000 Tonnen Perlhirse, das durch zusätzliche kommerzielle Einfuhren gedeckt werden soll.

Kommentar

Allgemeine Zeitung 2024-11-22

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