Ein paar Bonmots, Pointen, einfach oder linksgedreht ...
Es kommt heutzutage öfter als früher vor, dass ein Mensch das gesegnete Alter von 100 Jahren erreicht. Unweigerlich stellen sich die privilegierten Gäste bei einer solchen Geburtstagsfeier zu Ehren des oder der Jubilarin Fragen nach dem Umgang mit dem Alter. Dem Alter nämlich, dem niemand entrinnt, auch Herrscher und Diktatoren nich, die sich im Vollbesitz der Macht einbilden, ihr Land, ja die Welt, käme ohne sie net nich aus.
Der Jubilar PPPP, wie er sich zu Zeiten selbst nennt: „Past Pastor Peter Pauly“, der am 20. September 2017 in Otjiwarongo im Kreise seiner Familie und unter Freunden seinen Hundertsten gefeiert hat, hält es mit Psalm 23 - Der Herr ist mein Hirte ... sogar bei Bibelmuffeln bekannt. Und er hält´s mit Mark Twain, den Jugendliche vor dem I-Päd-Zeitalter natürlich noch aus den Abenteuern von „Huckleberry Finn“ und „Tom Sawyer“ kennen. Die Abenteuer sollte man übrigens noch als Erwachsener kennen.
Mark Twain, gewitzter amerikanischer Autor (1835 - 1910), sagt es es schlicht auf US-Englisch:
„Age is an issue of mind over matter.
If you don´t mind, it doesn´t matter.“
Etwas derart Idiomatisches ins Deutsche zu übersetzen, dass die feine Ironie auch sprachlich erhalten bleibt, dazu erfordert es einen Genius und Sprachpraktiker wie Martin Luther, der in diesem Jahr just als geistlicher Reformator und sprachschöpferischer Bibelübersetzer gefeiert wird.
Mark Twain wollte sich einmal mit Deutsch anfreunden, hat´s dann aber mit Hinweis auf die für ihn vertrackten Regelwerke der Deklination, Konjugation usw. wieder sein lassen. Twain wurde unter dem wirklichen Namen Samuel Langhorne Clemens geboren, was irgendwie auf deutsch-jiddische Wurzeln hindeutet. Seinen Autorennamen oder Pseudonym Mark Twain hat er aus seiner Zeit als Lotsenhelfer entlehnt, als er die Tauchtiefe auf dem Mississippi zu prüfen hatte. Zwei Faden Tiefe wurden mit „mark twain“ markiert. Soviel zum humorvoll-scharfsinnigen Autoren, der in Kalifornien einmal nach Gold gegraben hat, sich als Reporter geübt und die Zeit auch zuweilen als Nichtstuer durchgebracht hat, also stief „Multi-Skilling“, wie es sich für einen Autoren gehärt. Damit sind wir einer Übersetzung des Twain-Zitats aus Otjiwarongo noch nich näher gekommen. Die Übersetzung müssen wir heute den Lesern selbst überlassen ... overgezet synde ...
Im Gegensatz zu PPPP, dem jovial, lebensfrohen Hundertjährigen gibt es einen bekannt-berüchtigten Alt-Potentaten, der sich verbittert gegen Kritiker der eigenen Partei wendet, - die nimmt er wohl etwas ernst, andere sind leichter zu ignorieren - die aufgrund seines Alters, derzeit 93 Jahre, seine Fähigkeit als Staatsoberhaupt anzweifeln. Comräd Boppa Mugabe hat sich in der Woche des 29. September 2017 öffentlich und nochall aufgebracht beschwert, dass es in seiner ruhmreichen Partei, ZANU-PF (Zimbabwe African National Union - Patriotic Front), Genossen gebe, die ihn zum Abgang in den Ruhestand bewegen wollten. So kam es über die Enn-Bie-ßie und der können wir bei dem Thema toch trauen. Comräd Boppas Beschwerde - is das ein Bonmot oder eine Pointe? Das is muhts ´ne Spitzfindigkeit mit Unterhaltungswert! Er will toch noch weitere fünf Jahre regieren.
Noch ein Zitat aus Otjindoitjielanda
Und aus dem Lande der Teutonen erreicht uns noch ein Zitat, eine Polit-Pointe, die die jüngste Bundestagswahl aus der Erinnerung hervorgespült hat. Das Zitat stammt aus einer Rückblende auf das Jahr 1996, als Omupräsidente I, Omukwaniilwa Osema Shafiishuna Nujoma, der Einladung des Omuhona Helmut Kohl gefolgt war - die Bundesregierung war noch nich nach Berlin umgezogen - und mit großem Gefolge den ersten namibischen Staatsbesuch am Rhein, an der Spree und in Schwerin absolvierte. Hier die aktuelle Rückblende:
„Die SPD war unten durch, besonders seit ihr damaliger Vorsitzender Oskar Lafontaine 1996 seine Anti-Aussiedler-Kampagne mit dem bitteren Satz krönte, ein verfolgter Afrikaner sei ihm lieber als ein bedrängter Russlanddeutscher. Dieses Gefühl ist wieder da, seit Angela Merkel …“ Wer im Lande der Teutonen nun welches Gefühl verbreitet, is nochall interessant, geht uns aber kaum ´was an. Dennoch, alle Nam- und Wellblechdeutschen, die sich aus teils verständlichen Gründen über Generationen hinweg auch den deutschen Pass in der hinteren Schublade bewahrt haben, sollten von der Aussage der Fontaine-Genossen Notiz nehmen und - hoffentlich- ob solch Überheblichkeit souverän schmunzeln. Wo der Lafontaine-Oskar die Namibier deutscher Zunge einordnen würde, darüber spekulieren wir hier net nich. Die müssen maar net weiter Hand anlegen, an der chronischen Baustelle Namibia, dem Lande der Bravourösen.
Bekannte Köppe der SPD stehen ca 1989 übrigens auch in den Protokollen, dass diese Deutsch-Sozialisten genau wie eine Maggy Thatcher, damals britische Premiers-Miesies, gegen die deutsche Wiedervereinigung waren. In Windhoek hat die Maggy bei ihrem Besuch am blutigen 1. April 1989 dennoch Sinn und Verstand für die Realitäten der Krisensituation vor Ort gezeigt, als sie das Kind beim Namen genannt hat: der koordinierte Grenzübertritt der Swapo-Krieger in voller Kampfmontur war Bruch und Verletzung des UN-Lösungsplans (Resolution 435) für Namibia.
Der Jubilar PPPP, wie er sich zu Zeiten selbst nennt: „Past Pastor Peter Pauly“, der am 20. September 2017 in Otjiwarongo im Kreise seiner Familie und unter Freunden seinen Hundertsten gefeiert hat, hält es mit Psalm 23 - Der Herr ist mein Hirte ... sogar bei Bibelmuffeln bekannt. Und er hält´s mit Mark Twain, den Jugendliche vor dem I-Päd-Zeitalter natürlich noch aus den Abenteuern von „Huckleberry Finn“ und „Tom Sawyer“ kennen. Die Abenteuer sollte man übrigens noch als Erwachsener kennen.
Mark Twain, gewitzter amerikanischer Autor (1835 - 1910), sagt es es schlicht auf US-Englisch:
„Age is an issue of mind over matter.
If you don´t mind, it doesn´t matter.“
Etwas derart Idiomatisches ins Deutsche zu übersetzen, dass die feine Ironie auch sprachlich erhalten bleibt, dazu erfordert es einen Genius und Sprachpraktiker wie Martin Luther, der in diesem Jahr just als geistlicher Reformator und sprachschöpferischer Bibelübersetzer gefeiert wird.
Mark Twain wollte sich einmal mit Deutsch anfreunden, hat´s dann aber mit Hinweis auf die für ihn vertrackten Regelwerke der Deklination, Konjugation usw. wieder sein lassen. Twain wurde unter dem wirklichen Namen Samuel Langhorne Clemens geboren, was irgendwie auf deutsch-jiddische Wurzeln hindeutet. Seinen Autorennamen oder Pseudonym Mark Twain hat er aus seiner Zeit als Lotsenhelfer entlehnt, als er die Tauchtiefe auf dem Mississippi zu prüfen hatte. Zwei Faden Tiefe wurden mit „mark twain“ markiert. Soviel zum humorvoll-scharfsinnigen Autoren, der in Kalifornien einmal nach Gold gegraben hat, sich als Reporter geübt und die Zeit auch zuweilen als Nichtstuer durchgebracht hat, also stief „Multi-Skilling“, wie es sich für einen Autoren gehärt. Damit sind wir einer Übersetzung des Twain-Zitats aus Otjiwarongo noch nich näher gekommen. Die Übersetzung müssen wir heute den Lesern selbst überlassen ... overgezet synde ...
Im Gegensatz zu PPPP, dem jovial, lebensfrohen Hundertjährigen gibt es einen bekannt-berüchtigten Alt-Potentaten, der sich verbittert gegen Kritiker der eigenen Partei wendet, - die nimmt er wohl etwas ernst, andere sind leichter zu ignorieren - die aufgrund seines Alters, derzeit 93 Jahre, seine Fähigkeit als Staatsoberhaupt anzweifeln. Comräd Boppa Mugabe hat sich in der Woche des 29. September 2017 öffentlich und nochall aufgebracht beschwert, dass es in seiner ruhmreichen Partei, ZANU-PF (Zimbabwe African National Union - Patriotic Front), Genossen gebe, die ihn zum Abgang in den Ruhestand bewegen wollten. So kam es über die Enn-Bie-ßie und der können wir bei dem Thema toch trauen. Comräd Boppas Beschwerde - is das ein Bonmot oder eine Pointe? Das is muhts ´ne Spitzfindigkeit mit Unterhaltungswert! Er will toch noch weitere fünf Jahre regieren.
Noch ein Zitat aus Otjindoitjielanda
Und aus dem Lande der Teutonen erreicht uns noch ein Zitat, eine Polit-Pointe, die die jüngste Bundestagswahl aus der Erinnerung hervorgespült hat. Das Zitat stammt aus einer Rückblende auf das Jahr 1996, als Omupräsidente I, Omukwaniilwa Osema Shafiishuna Nujoma, der Einladung des Omuhona Helmut Kohl gefolgt war - die Bundesregierung war noch nich nach Berlin umgezogen - und mit großem Gefolge den ersten namibischen Staatsbesuch am Rhein, an der Spree und in Schwerin absolvierte. Hier die aktuelle Rückblende:
„Die SPD war unten durch, besonders seit ihr damaliger Vorsitzender Oskar Lafontaine 1996 seine Anti-Aussiedler-Kampagne mit dem bitteren Satz krönte, ein verfolgter Afrikaner sei ihm lieber als ein bedrängter Russlanddeutscher. Dieses Gefühl ist wieder da, seit Angela Merkel …“ Wer im Lande der Teutonen nun welches Gefühl verbreitet, is nochall interessant, geht uns aber kaum ´was an. Dennoch, alle Nam- und Wellblechdeutschen, die sich aus teils verständlichen Gründen über Generationen hinweg auch den deutschen Pass in der hinteren Schublade bewahrt haben, sollten von der Aussage der Fontaine-Genossen Notiz nehmen und - hoffentlich- ob solch Überheblichkeit souverän schmunzeln. Wo der Lafontaine-Oskar die Namibier deutscher Zunge einordnen würde, darüber spekulieren wir hier net nich. Die müssen maar net weiter Hand anlegen, an der chronischen Baustelle Namibia, dem Lande der Bravourösen.
Bekannte Köppe der SPD stehen ca 1989 übrigens auch in den Protokollen, dass diese Deutsch-Sozialisten genau wie eine Maggy Thatcher, damals britische Premiers-Miesies, gegen die deutsche Wiedervereinigung waren. In Windhoek hat die Maggy bei ihrem Besuch am blutigen 1. April 1989 dennoch Sinn und Verstand für die Realitäten der Krisensituation vor Ort gezeigt, als sie das Kind beim Namen genannt hat: der koordinierte Grenzübertritt der Swapo-Krieger in voller Kampfmontur war Bruch und Verletzung des UN-Lösungsplans (Resolution 435) für Namibia.
Kommentar
Allgemeine Zeitung
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