Kokain-Vorwurf ist „absurd“
Mutmaßlicher Drogendealer beteuert Unschuld – Demonstration vor Gericht
Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Walvis Bay
Gleich zu Beginn der Verhandlung wurde Noble von seinem Anwalt Jan Wessels in den Zeugenstand gerufen, wo er sämtliche gegen ihn erhobenen Vorwürfe dementierte. „Wir haben lediglich Fotokopierpapier importiert. Ich wusste überhaupt nichts von den Drogen. Diese Vorwürfe sind absurd“, sagte Grant Noble.
Noble und Azhar wurden Anfang Juni auf dem NamPort-Hafengelände verhaftet. Sie müssen sich auf einen Anklagepunkt des Drogenhandels verantworten, nachdem sie versucht haben sollen, einen Container mit insgesamt 412 Kilogramm Kokain ins Land zu schmuggeln. Der Wert der Droge wird auf 206 Millionen Namibia-Dollar beziffert – es handelt sich um die größte Sendung Kokain, die je in Namibia sichergestellt werden konnte.
Noble wurde in den Zeugenstand gerufen, nachdem der aus Windhoek angereiste Staatsadvokat Salomon Kanyemba Einspruch gegen die Gewährung von Kaution erhoben hatte. So argumentierte Kanyemba, dass bei den Angeklagten akute Fluchtgefahr bestehe, weil die gegen sie erhobenen Vorwürfe sehr schwerwiegend seien und konkrete Beweise gegen sie vorliegen würden. Ferner bestehe Verdunkelungsgefahr, weil die Angeklagten die ihnen teilweise bekannten Staatszeugen beeinflussen könnten.
„Obwohl ich nicht das Geld habe, kann ich einen Kautionsbetrag in Höhe von 50000 N$ zahlen. Ich kann meine muslimischen Freunde bitten, mich finanziell zu unterstützen“, sagte Noble im Zeugenstand. Er erklärte, dass er und sein Mitangeklagter Azhar eigentlich Geschäftspartner seien. „Wir hatten die Idee, unser Gehalt durch Zusatzeinnahmen aufzubessern“, sagte Noble. Er verdiene als Logistikmanager bei der Firma Namibia Oriental Tobacco lediglich 25000 N$ im Monat.
Aus diesem Grund habe er die Firma Ziggi Trading CC gegründet. Azhar sei ein stiller Partner dieser Firma. Der Grund dafür liege darin, dass „Azhar vielen Leuten Geld schuldet und bei Finanzinstituten auf die schwarze Liste (ITC) gesetzt wurde“. „Sein Name darf deshalb nicht auf Papier erscheinen“, so Noble. Im Kreuzverhör gab er allerdings zu, dass er damit Azhar die Gelegenheit gegeben habe, ein Konto zu besitzen.
Folglich habe das Duo im Namen der Firma Ziggi Trading CC Fotokopierpapier aus Brasilien bestellt, das dort um die Hälfte billiger sei. Die insgesamt 480 mit Papier gefüllten Boxen hätten sie bei der brasilianischen Firma Safety Commercial Import & Export bestellt. Noble erklärte ferner, dass Azhar für das Papier im Wert von mehr als 200000 N$ gezahlt habe. „Woher das Geld stammt, weiß ich nicht. Das interessiert mich auch nicht“, sagte Noble lediglich.
Für die Zollabwicklung hierzulande habe Noble die Firma Family Fresh Produce benutzt, dessen Inhaber er in einer Kirche kennengelernt habe. „Ich habe dann am 9. Juni einen Anruf von der Polizei bekommen und ich bin zum Hafengelände gefahren“, sagte Noble weiter. Er habe seinen Mitangeklagten informiert und beide von ihnen seien anwesend gewesen, als der Container im Beisein mehrerer Polizisten geöffnet worden sei.
Noble betonte mehrfach, dass er „oft“ die Gelegenheit gehabt habe, zu flüchten, aber dazu nie einen Grund gehabt habe. Erst nach dem Öffnen des Containers seien ihm dann die „Knie weich geworden“. „Ein Spürhund hat plötzlich in die Kartons gebissen. Dann habe ich die verpackten Kokainblöcke gesehen, die ich lediglich aus dem Fernsehen kenne, und ich musste mich hinsetzen. Ich wusste, dass ich jetzt in Schwierigkeiten war“, so Noble weiter.
Noble und Azhar wurden gestern von etwa 20 Mitgliedern der Polizeisondereinheit Special Field Force ins Gericht begleitet. Azhars Anwalt ist Sisa Namandje. Die Richterin der Verhandlung ist Ilge Rheent. Die Verhandlung wird heute fortgesetzt.
Gleich zu Beginn der Verhandlung wurde Noble von seinem Anwalt Jan Wessels in den Zeugenstand gerufen, wo er sämtliche gegen ihn erhobenen Vorwürfe dementierte. „Wir haben lediglich Fotokopierpapier importiert. Ich wusste überhaupt nichts von den Drogen. Diese Vorwürfe sind absurd“, sagte Grant Noble.
Noble und Azhar wurden Anfang Juni auf dem NamPort-Hafengelände verhaftet. Sie müssen sich auf einen Anklagepunkt des Drogenhandels verantworten, nachdem sie versucht haben sollen, einen Container mit insgesamt 412 Kilogramm Kokain ins Land zu schmuggeln. Der Wert der Droge wird auf 206 Millionen Namibia-Dollar beziffert – es handelt sich um die größte Sendung Kokain, die je in Namibia sichergestellt werden konnte.
Noble wurde in den Zeugenstand gerufen, nachdem der aus Windhoek angereiste Staatsadvokat Salomon Kanyemba Einspruch gegen die Gewährung von Kaution erhoben hatte. So argumentierte Kanyemba, dass bei den Angeklagten akute Fluchtgefahr bestehe, weil die gegen sie erhobenen Vorwürfe sehr schwerwiegend seien und konkrete Beweise gegen sie vorliegen würden. Ferner bestehe Verdunkelungsgefahr, weil die Angeklagten die ihnen teilweise bekannten Staatszeugen beeinflussen könnten.
„Obwohl ich nicht das Geld habe, kann ich einen Kautionsbetrag in Höhe von 50000 N$ zahlen. Ich kann meine muslimischen Freunde bitten, mich finanziell zu unterstützen“, sagte Noble im Zeugenstand. Er erklärte, dass er und sein Mitangeklagter Azhar eigentlich Geschäftspartner seien. „Wir hatten die Idee, unser Gehalt durch Zusatzeinnahmen aufzubessern“, sagte Noble. Er verdiene als Logistikmanager bei der Firma Namibia Oriental Tobacco lediglich 25000 N$ im Monat.
Aus diesem Grund habe er die Firma Ziggi Trading CC gegründet. Azhar sei ein stiller Partner dieser Firma. Der Grund dafür liege darin, dass „Azhar vielen Leuten Geld schuldet und bei Finanzinstituten auf die schwarze Liste (ITC) gesetzt wurde“. „Sein Name darf deshalb nicht auf Papier erscheinen“, so Noble. Im Kreuzverhör gab er allerdings zu, dass er damit Azhar die Gelegenheit gegeben habe, ein Konto zu besitzen.
Folglich habe das Duo im Namen der Firma Ziggi Trading CC Fotokopierpapier aus Brasilien bestellt, das dort um die Hälfte billiger sei. Die insgesamt 480 mit Papier gefüllten Boxen hätten sie bei der brasilianischen Firma Safety Commercial Import & Export bestellt. Noble erklärte ferner, dass Azhar für das Papier im Wert von mehr als 200000 N$ gezahlt habe. „Woher das Geld stammt, weiß ich nicht. Das interessiert mich auch nicht“, sagte Noble lediglich.
Für die Zollabwicklung hierzulande habe Noble die Firma Family Fresh Produce benutzt, dessen Inhaber er in einer Kirche kennengelernt habe. „Ich habe dann am 9. Juni einen Anruf von der Polizei bekommen und ich bin zum Hafengelände gefahren“, sagte Noble weiter. Er habe seinen Mitangeklagten informiert und beide von ihnen seien anwesend gewesen, als der Container im Beisein mehrerer Polizisten geöffnet worden sei.
Noble betonte mehrfach, dass er „oft“ die Gelegenheit gehabt habe, zu flüchten, aber dazu nie einen Grund gehabt habe. Erst nach dem Öffnen des Containers seien ihm dann die „Knie weich geworden“. „Ein Spürhund hat plötzlich in die Kartons gebissen. Dann habe ich die verpackten Kokainblöcke gesehen, die ich lediglich aus dem Fernsehen kenne, und ich musste mich hinsetzen. Ich wusste, dass ich jetzt in Schwierigkeiten war“, so Noble weiter.
Noble und Azhar wurden gestern von etwa 20 Mitgliedern der Polizeisondereinheit Special Field Force ins Gericht begleitet. Azhars Anwalt ist Sisa Namandje. Die Richterin der Verhandlung ist Ilge Rheent. Die Verhandlung wird heute fortgesetzt.
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Allgemeine Zeitung
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