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Motchebon: "Eine Medaille in Athen wäre ein schöner Abschluss"
Motchebon: "Eine Medaille in Athen wäre ein schöner Abschluss"

Motchebon: "Eine Medaille in Athen wäre ein schöner Abschluss"

Seit 1993 sorgt der deutsche 800 Meterläufer Nico Motchebon für Furore. Journalisten und Leichtathtletikfans prophezeiten den gebürtigen Berliner, der jetzt in Stuttgart lebt und trainiert, auf Grund seiner Erfolgen eine rosige Zukunft. Seit 16 Jahre gehört er zur Weltspitze.

"Ich bin gut gewesen, aber ich war nie ein Supertalent", sagt Motchebon von sich selbst. Doch leider haben ihn schwere Verletzungen auf seinem Weg nach ganz oben immer wieder zurückgeworfen und seine Laufbahn in den letzten vier Jahren stark geprägt. Im Jahr 2000 diagnostizierten die Ärtzte bei Motchebon Pfeiffersche Drüsenfieber. Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine Viruserkrankung, die relative häufig bei Sportlern auftritt. Das erste bekannte Opfer dieser Viruskrankheit, war der ehemalige Fußballstürmer von TSV1860 München Olaf Bodden. Wenn einem Sportler dauerhaft jede Ausbelastung ungewöhnlich schwer fällt und lediglich Schlaf als Wohlfühlzustand empfunden wird, beginnen unverweigerlich Selbstzweifel an seinem sonst so verlässlichen Körperempfinden zu nagen. Die letzte Erkältung ist lange ausgestanden, andere Krankheiten sind nicht erkennbar und auch ein reduziertes Training hilft nicht, die Schlappheit zu überwinden. "Ratlosigkeit hat sich bei mir breit gemacht. Ich musste lange pausieren und konnte nicht trainieren", sagte Motchebon gegenüber der AZ. Unter dem Deckmantel einer banalen Grippe hinterlässt das Eppstein-Barr- Virus (EBV) seine Spuren oft unerkannt. Im Blut von 80 bis 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung dokumentieren spezifische Antikörper ihre unbemerkte Durchreise. Ein ganzes Jahr musste Motchebon behandelt werden. Ein Jahr später kämpfte er gegen eine Virusinfektion, die ihn erneut zurückwarf. Das Unheil nahm weiter seinen Lauf, als Motchebon im Jahre 2002 eine Lungenentzündung und im selben Jahr auch noch eine bakterielle Entzündung erlitt. Als er diese Krankheiten bekänpft hatte, sorgte ein Leberturmor für einen weiteren Rückschlag in seiner erfolgreichen Karriere.

Drei Jahre war der Schwager von Frankie Fredericks weg von Europas internationalen Bühne und erst im Oktober letzten Jahres konnte er wieder voll das Training aufnehmen. Motchebon ist ein akribischer Arbeiter, der nichts den Zufall überlässt. Sein großes Ziel ist die Teilnhame an den Olympischen Spielen 2004 in Athen/Griechenland. Dafür trainiert der 1,86 m große deutsche 800 Meter-Läufer täglich und intensiv für zwei Stunden. "Es sollte keine Problem sein, mich bis mitte Juli für die Olympischen Spielen zu qualifizieren", so der optimistische Motchebon der sich zur Zeit in Namibia für seine bevorstehenden Wettkämpfe vorbereitet. Bevor Motchebon 1993 zur Leichtathletik wechselte, war er moderner Fünfkampfer (Reiten, Fechten, Schießen, Läufen und Scwimmen). In dieser Disziplin hat bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul und 1992 in Barcelona teilgenommen.

In Deutschland dominierte Motchebon die 800 Meter nach Belieben, denn von 1993 bis 1998 wurde sechs Mal in Folge Deutscher Meister. Danach wurde er von 1999 bis 2003 zwei Mal Deutscher Vizemeister.

Trotz seiner vielen Erfolge bleibt Motchebon in seinen Zielvorstellungen für Athen bescheiden. "Wenn alles optimal läuft, habe ich reelle Chancen ins Halbfinale zu kommen. Danach schauen wir Mal weiter. Es wäre schon erstaunlich wenn ich ins Finale komme".

Schon zum vierten Mal wird Motchebon an den Olympischen Spielen teilnehmen, aber nach Athen ist für den 34-Jährigen definitiv Schluss. "Wenn ich eine Medaille gewinnen kann, wäre es ein schöner Abschluss in meiner Karriere", sagte Motchebon.

Kommentar

Allgemeine Zeitung 2024-11-23

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