Namibia stoppt Einfuhr von Lebend-Geflügel und Geflügelprodukten
Windhoek (led) - Das Landwirtschaftsministerium hat bekanntgegeben, den Import und den Verkauf im Inland von lebendem Geflügel und Geflügelprodukten aus Deutschland und den Niederlanden auszusetzen. Grund hierfür sei der Ausbruch der hochpathogenen Vogelgrippe (HPAI). Das teilte die leitende Veterinärin des Ministeriums, Albertina Shilongo, am Montag der Nachrichtenagentur Nampa mit. Demnach gilt die Aussetzung ab sofort und wird zunächst 21 Tage andauern. Das entspricht der Inkubationszeit der Geflügelkrankheit. Diese wurde von der Weltorganisation für Tiergesundheit festgelegt. Zu den verbotenen Produkten gehören laut der Mitteilung lebendes Geflügel, Vögel, ungekochte Geflügelprodukte, lebende Strauße und rohe Straußenprodukte. Die Produkte werden ausgesetzt, um die namibische Geflügelindustrie zu schützen und zu vermeiden, dass lokale Vögel und anderes Geflügel betroffen werden, sagte Shilongo. „Die Sendungen mit endverpackten Geflügelprodukten am oder nach dem Beginn der Aussetzung sollen auf Kosten des Importeurs in das Ursprungsland zurückgeschickt oder vernichtet werden. Ein Kühlcontainer gilt als Sendung und wird als Einheit behandelt. Wir werden nicht zulassen, dass Kartons Hühnerfleisch nach Herstellungsdatum sortiert werden“, so Shilongo weiter. Gekochte Geflügelfleischprodukte für kommerzielle Zwecke dürften jedoch nach wie vor nach Namibia eingeführt werden.
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Allgemeine Zeitung
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