Schlettwein: Namibia keine Steueroase
Windhoek (cev) - Namibias Finanzminister Calle Schlettwein (Bild) ist überrascht, dass die Europäische Union (EU) Namibia als Steueroase klassifiziert hat. „Das ist komplett unfair, voreingenommen und diskriminierend“, sagte der Politiker heute in Windhoek. Schlettwein erklärte, dass Namibia lediglich aufgrund „eines Missverständnisses“ eine Frist verpasst habe. „Das macht uns noch lange nicht zu einer Steueroase – im Gegenteil: Wir sind ein Opfer der Steuervermeidung“, so der Minister. Wie die Presseagentur Reuters am Dienstag berichtete, hat die EU eine Liste von 17 Ländern erstellt, die bei Steuerangelegenheiten als „nicht kooperativ“ gelten und daher als Steueroasen angesehen werden. Auf der Liste stehen neben Namibia die Staaten Amerikanisch-Samoa, Bahrain, Barbados, Grenada, Guam, Südkorea, Macao, Marshallinseln, Mongolien, Palau, Panama, St. Lucia, Samoa, Trinidad und Tobago, Tunesien und Vereinigte Arabische Emirate. (Foto: AZ-Archiv)
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Allgemeine Zeitung
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