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Stromleitung eingeweiht

Windhoek/Katima Mulilo - Mit Verspätung kamen Simbabwes Präsident Robert Mugabe und Sambias Präsident Rupia Banda zur Feierlichkeit in Katima Mulilo in der Caprivi-Region am vergangenen Freitag, wo Namibias Präsident Hifikepunye Pohamba offiziell die 950 Kilometer lange Hochspannungsleitung zwischen Sambia und Namibia offiziell einweihte. Ebenfalls zugegen war der Präsident von Botswana, General-Leutnant Ian Khama Seretse Khama. Die Ausgleichleitung verbindet eine Verteilerstation in Sambia mit der Gerus-Verteilerstation bei Otjiwarongo. Finanziert wurde das 3-Milliarden-Namibia-Dollar-Projekt (300 Mio. Euro) mit Hilfe der Entwicklungsbanken der Europäischen Union, Frankreichs, Deutschlands und Namibias. Einen Teil zahlte der namibische Stromversorger NamPower, derweil der EU-Africa Trust Fund die Zinsen mit einem Darlehen von 15 Millionen Euro subventionierte.
Namibias Medienvertreter waren zu der Feierlichkeit im Nordosten des Landes geladen, mussten aber auf eigene Kosten nach Katima Mulilo reisen, derweil zahlreiche Regierungsvertreter ihre gebuchten Plätze in den von NamPower gestellten Flugzeugen nicht nutzten. Kurz vor der offiziellen Feier hatte Präsident Pohamba symbolisch in der Verteilerstation auf sambischen Boden die Stromzufuhr nach Namibia eingeschaltet. Pohamba wies darauf hin, wie wichtig es sei, dass die Staaten in der SADC-Region zusammenarbeiten, um die Stromversorgung zu koordinieren und der steigenden Nachfrage gewachsen zu sein. Die Einweihung der Leitung zwischen Namibia und Sambia sei ein Beweis guter Zusammenarbeit.
Auf lokaler Ebene sei das Ministerium für Bergbau und Energie durch NamPower mit verschiedenen Projekten beschäftigt oder seien unterschiedliche Projekte in Planung, um die Stromversorgung in Namibia zu erhöhen. Die Rehabilitation des Hwange-E-Werks in Simbabwe sei ein wichtiger Schritt zur eigenen Versorgung und ein weiteres Beispiel nachbarschaftlicher Zusammenarbeit gewesen, so Pohamba. Im Augenblick befinde sich das 375 Millionen Namiba-Dollar teure 22 MW Anixas Schwerdiesel-E-Werk in Walvis Bay im Bau und soll im März 2011 fertiggestellt sein. Weiterhin werde eine vierte Turbine im hydroelektrischen Kraftwerk in Ruacana installiert und dieses Projekt soll im März 2012 abgeschlossen sein. Die Kosten betragen 750 Mio. N$. Sobald die Umweltstudien abgeschlossen seien und die Genehmigung vom Ministerium für Umwelt und Tourismus erteilt sei, soll mit Hilfe des Unternehmens Independent Power Producers (IPP) in der Erongo-Region ein 200 bis 400 MW Steinkohle-E-Werk entstehen. Seit einiger Zeit werde zudem untersucht, ob und wo sich kleinere hydroelektrische-Werke im unteren Teil des Oranjeflusses im Süden des Landes lohnen würden. Diese Untersuchungen sollen im Jahr 2013 abgeschlossen sein. Forschungen hätten ergeben, dass sich der untere Teil des Oranje für die Erzeugung von 80 bis 120 MW eigne.
Das Kudugas-Projekt sei weiterhin ein weiteres wichtiges Projekt, für welches dringend Investoren benötigt würden, die sich mit NamPower zusammentun, um ein 800 MW-Kraftwerk in Oranjemund zu errichten und zu betreiben. Das Baines-Hydro-Kraftwerk an der Grenze mit Angola im Nordwesten des Landes werde von einem gemeinsamen technischen Komitee der beiden Länder vorangetrieben und die Studie sollte im kommenden Jahr vorliegen, so der Präsident.


Kommentar

Allgemeine Zeitung 2025-04-05

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