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SWAPO auf Selbstfindungskurs

Regierungspartei will interne Gräben kitten, Vertrauen zurückgewinnen
Marc Springer
Von Marc Springer

Windhoek

Viele unserer Kritiker werden behaupten, dass diese Selbstanalyse ein Zeichen dafür sei, dass die SWAPO ihre politische Vorherrschaft verloren hat“, sagte Staats- und Parteipräsident Hage Geingob bei der Wahlnachlese am Samstag, zu der sich zahlreiche SWAPO-Mitglieder und Funktionäre versammelt hatten und ergänzte: „Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein, weil Selbsterkenntnis nur durch Eigenreflektion möglich ist.“

Dem fügte Geingob hinzu, es gebe zahlreiche Medien und Oppositionsparteien die sich daran „ergötzen“ würden, wenn sich einzelne SWAPO-Mitglieder öffentlich angreifen würden. Diese Kritiker seiner Partei seien sich darüber bewusst, dass sie einer vereinte SWAPO nicht gewachsen seien und würden deshalb versuchen, unter den Genossen Zwietracht zu sähen. Deshalb gelte es für die alle Parteimitglieder, zusammenzustehen und sich auf das Gemeinschaftsgefühl zu besinnen, dass die Partei stets stark gemacht habe.

Eine solche „Katharsis” könne Geingob zufolge nur gelingen, wenn einzelne Genossen ihre Differenzen intern klären würden, anstand ihre Meinungsverschiedenheiten über die Medien auszutragen. Schließlich müsse das Parteivolk seine „Zeit und Energie dafür investieren, der Bevölkerung zu helfen und sich nicht gegenseitig zu bekämpfen“.

Diesem Appell schloss Geingob die Feststellung an, die SWAPO habe entgegen anderslautender Behauptungen ihrer Gegner weder an Orientierung, noch an Zielstrebigkeit verloren. Ferner betonte er, seine Partei habe sich nicht verändert, sondern weiterentwickelt und neuen Gegebenheiten angepasst. Dennoch müsse sich die SWAPO nun auf ihre inneren Werte zurückbesinnen und die Gräben kitten, die sich aufgrund der Entstehung einzelner Fraktionen gebildet hätten.

Außerdem hob er hervor, dass die SWAPO in der Vergangenheit bereits zahlreiche Krisen überwunden habe und auch die derzeitigen Herausforderungen meistern werde. Einzelne Parteimitglieder die individuelle Führungskräfte innerhalb der SWAPO unterstützen und damit scheinbar verschiedenen Lagern angehören würden, müssten folglich aufeinander zugehen und ihre Differenzen klären, weil „die SWAPO größer als die Summe ihrer Anhänger und Funktionäre ist“.

Dementsprechend müssten sich einzelne Mitglieder und Funktionäre bewusst werden, dass „wir nicht Feinde, sondern Brüder und Schwestern sind, die sich mit Respekt behandeln müssen und nicht gegen einander intrigieren sollten“. Nur so sei es möglich, die richtigen Lehren aus dem vergleichsweise schlechten Abschneiden bei der letzten Parlamentswahl zu ziehen und sich wieder mit ungeteilter Aufmerksamkeit den Bedürfnissen der Bevölkerung zu widmen.

Kommentar

Allgemeine Zeitung 2024-11-23

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