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Vor 50 Jahren
Vor 50 Jahren

Vor 50 Jahren

Wiebke Schmidt
22. Januar 1970

SWAKOPTALSPERRE STAUT WASSER

Windhoek - Die Swakoptalsperre staut ihr erstes Wasser. Das bestätigte der Direktor der Abteilung Wasserwesen R. Myburgh heute Morgen der AZ. Um 8 Uhr betrug die Staumenge nach den Angaben-Myburghs eine Million Kubikmeter Wasser. Der Wasserspiegel befindet sich gegenwärtig etwa zwei Meter vor dem Überlauf. An der tiefsten Stelle an der Dammmauer beträgt der Wasserstand etwa zehn bis zwölf Meter.

In zwei bis drei Wochen ist das Fassungsvermögen des Stausees bereits auf 15 Millionen Kubikmeter gestiegen. Danach wird mit dem Bau der Wehre begonnen. Es ist noch nicht bekannt, wann der Damm sein endgültiges Fassungsvermögen von 60 bis 65 Millionen Kubikmeter erreicht.

Auch die beiden Windhoeker Stauseen, Goreangab und Avis, erhielten am Mittwoch weiteren Zulauf. Alle Windhoeker Riviere führten wieder Wasser. Im Goreangab-Stausee ist der Wasserspiegel inzwischen auf 13,99 Meter gestiegen, d.h. dass er jetzt wieder 40 Prozent seines Fassungsvermögens erreiche hat. Am Dienstag hielt der Stausee vor dem großen Regen sechs Prozent. Somit ist die gestaute Wassermenge von 0,9 Millionen auf 1,2 Millionen Kubikmeter Wasser gestiegen.

Auch im Avis-Stausee ist der Wasserspiegel auf einen Meter über das Abzugsrohr gestiegen. Das entspricht einem weiteren Zulauf von etwa 50000 Kubikmetern.

SCHULANFANG MIT ÜBERSCHWEMMUNGEN

Windhoek - Mit 320 Schülern, dreizehn Lehrkräften und einer handfesten Überschwemmung begann das erste Schuljahr der neuen deutschen Regierungsgrundschule in Windhoek. Für das Schülerheim wurden weit mehr Kinder angemeldet, als Platz vorhanden war. In alter Eile mussten zwei inzwischen schon geschlossene Internate der Regierung wieder geöffnet werden.

In der Nacht zum Mittwoch wurden bei der neuen Regierungsgrundschule an der Neserstraße 90 mm Regen gemessen. Das verursachte eine Überschwemmung der Räumlichkeiten in dem am tiefsten gelegenen Klassenzimmerblock. Nennenswerter Schaden ist jedoch nicht entstanden.

EINE BITTE DER FEUERWEHR

Windhoek - Das Ausräuchern einer Wohnung oder eines Geschäftes zur Bekämpfung von Insekten und Ungeziefer hat für die Windhoeker Feuerwehr schon manchen falschen Alarm bedeutet. Aus diesem Grunde bittet die Feuerwehr die Eigentümer oder Bewohner von Privatwohnungen sowie Geschäftsbesitzer sie vorher zu informieren, wenn ausgeräuchert werden soll. Eine genaue Adressenangabe ist notwendig. Die Feuerwehr weist darauf hin, dass sie dann in der Lage sein wird, bei einer Feuermeldung sofort festzustellen, ob es sich um einen falschen Alarm behandeln könnte.

WEHRPFLICHTIGE VOR GERICHT

Windhoek - Drei wehrpflichtige Angehörige des Regiments Erongo mussten sich am Dienstag in Windhoek vor dem Magistratsgericht wegen Dienstpflichtvernachlässigung verantworten. Allen dreien wurde zum Vorwurf gemacht, dass sie Pflichtübungen unentschuldigt ferngeblieben seien. Magistrat G. J. Scheepers verurteilte sie zu drei Monaten Gefängnisstrafe, die auf drei Jahre auf Bewährung ausgestellt wurde.

An demselben Tag hatten elf weitere Wehrpflichtige bereits Schuldbekenntnisse unterzeichnet und Bußen bis zu 100 Rand gezahlt. Für das unentschuldigte Fernbleiben von einer Pflichtübung zahlten sie 20 Rand.

Der Befehlshaber des Regiments Erongo, Kornmandant D. W. J. Radmore, erklärte später, es handele sich in allen Fällen um junge Männer, die ihre militärische Ausbildung von neun Monaten bereits absolviert hatten. Im Anschluss daran sind sie jedoch noch zehn Jahre wehrpflichtig, d.h. sie müssen in dieser Zeit an drei Tagen pro Jahr (insgesamt 24 Stunden) an Pflichtübungen teilnehmen. Jedes dritte Jahr müssen sie sich auch zu einer zusätzlichen Ausbildung, die 26 Tage dauert, melden.

Stabsunteroffizier H. G. van der Westhuizen erklärte gegenüber der AZ, dass Arbeitgeber sich ebenfalls einer Strafverfolgung aussetzen, falls sie wehrpflichtigen Arbeitnehmern zu Pflichtübungen nicht die notwendige freie Zeit geben. Er wies ferner darauf hin, dass alle Wehrpflichtigen eine Adressenänderung innerhalb von 14 Tagen melden müssen. Wichtig sei, dass sie eine Empfangsbestätigung erhalten. Aus diesem Grunde müssten sie ihre Adressenänderung so lange schriftlich melden, bis sie eine Empfangsbestätigung erhalten hatten.

DAGGA-VERNICHTUNGSAKTIONEN WERDEN FORTGESETZT

Pietermaritzburg - Während einer großangelegten Razzia - sie wird als die größte in der Weltgeschichte des Rauschgifthandels angesehen konnten südafrikanische Polizisten in Natal bisher Dagga im Werte von mehreren Millionen Rand vernichten oder sicherstellen. Das Polizeiaufgebot besteht aus 25 weißen und 62 farbigen Polizisten. Seit Beginn dieser Vernichtungsaktion am 7. Januar dieses Jahres gelang es dem Aufgebot bisher, 1323 Tonnen „grünen Daggas“, d.h. noch wachsender Dagga, sowie 712 Pfund getrockneten Daggas sicherzustellen oder zu vernichten. Ein Sprecher der Polizei erklärte, dass die Aktion fortgesetzt werden würde. Besonders entlang den Hängen der Drakensberge werden weitere Dagga-Anpflanzungen vermutet.

22 HINRICHTUNGEN IN BAGDAD

Beirut - Der Rundfunk in Bagdad verbreitete ein Kommuniqué des Revolutionsrates, wonach eine Verschwörung aufgedeckt und niedergeschlagen worden sei. Alle Beteiligten seien verhaftet und vor ein Sondergericht gestellt worden. Später wurde mitgeteilt, bis Mittwochabend seien 22 Personen, nämlich 18 Militärpersonen und vier Zivilisten, hingerichtet worden. Fünf Militärpersonen wurden erschossen und ein Zivilist gehängt, nachdem bereits zwölf Personen erschossen oder gehängt worden waren. Zuletzt wurden noch zwei Polizeioffiziere erschossen und zwei Zivilisten gehängt.

Kommentar

Allgemeine Zeitung 2024-11-23

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